Piast, 07/A-H/95
6.9.1995; Stamm Goral
V: Parter, PL/A;
M: Negura, PL/A; MV: Luzak,
PL
Züchter Club Hucul - Rauch/Jansen; Lizenz für Österreich im April 2000 mit international besetzter Zuchtkommission, 137-164-18,5, ZWN 79,5; stationäre HLP in Stadl-Paura im Dez. 2004 mit WN 7,56 und 1. Platz.
Piast ist der erste gekörte Hengst aus österreichischer Zucht nach Wiederaufnahme der Huzulenzucht im Jahr 1991/92. Er ist stark im Ausdruck, war mehrfach erfolgreich in Zuchtchampionaten und ist in allen Disziplinen einer der bestens ausgebildeten Huzulenhengste Österreichs. Von seiner Mutter Negura wurde ihm ausgezeichnete Reitveranlagung sowie das inzwischen seltene Kastanienbraun mit Mehlmaul und Lidstrich und von beiden Elternteilen Verläßlichkeit und guter Charakter vererbt - was er alles auch weitergibt.
Piast deckt in der Saison 2010 und 2011 auf der Farma Olsovka (Alice & Jiri Tetzeli) in
CZ
und bei Familie Hanke in Bayern.
Wenn wir von "Österreichischer Huzulenzucht" sprechen, dann kommen wir nicht darum herum, Hengst Parter, den Vater von Piast, ausdrücklich zu erwähnen. Hengst Parter, Khc 158, PL, (Lemiesz/Kometa) wurde Anfang 1993 - als ein in Polen bereits aktiver Zuchthengst - von Willi Kollarits importiert, vom ÖZP für Österreich gekört (ZBNr. 01/A--H/82) und kann mit Sicherheit als wichtigster Hengst und hervorragender Vererber der neueren Geschichte der "Huzulenzucht in Österreich" bezeichnet werden. Er hat mit seinen Nachkommen die österreichische Huzulenzucht geprägt und seine Nachkommen machen die österreichische Huzulenzucht auch im Wesentlichen aus. Außer Piast wurden weitere fünf (5!) Nachkommen von Parter in Österreich gekört, von denen zwei Hengste auch in Ungarn, bzw. in Ungarn und in Polen lizenziert sind. Hengst (Goral) Ploskor wurde im Jahr 2000 nach Ungarn in den Nationalpark Aggtelek exportiert und Hengst Napis steht in der Polnischen Huzulenzucht - mit Zuchtwertnote 83 als einer von drei mit dieser besten Zuchtwertnote aus 182 zugelassenen Huzulenhengsten.
Ceterum censeo: Wichtig in der Huzulenzucht ist es auch, die wertvollen Mütter alten Typs zu erhalten und in der Zucht einzusetzen. Negura, die Mutter von Piast, gehört dazu (Linie Nakoneczna aus Kalusz/Stanislaw).
Negura mit HF Piast im Club Hucul
